
Stoffe, Garne, Vorlagen für Hardanger-, Kreuzstich- und andere Stickarbeiten
Handarbeitsstoffe Davosa, Ariosa, Oslo, Aida, Gerstenkorn, dazu farblich passendes Perlgarn,
Stickpackungen für Bilder und Tischdecken für festliche Stimmung: Tischdecken
angora stüble . Goethestraße 50 . D-76135 Karlsruhe
Material:
Mit Kreativität und Geschicklichkeit entstehen die schönsten Stickereien, wenn der Stoff, der bestickt werden soll, das Stickgarn und die Stickart gut aufeinander abgestimmt sind. Die Stärke des Garns richtet sich danach, wie fein die Stickerei werden soll und ob der Grundstoff völlig überstickt wird. Anfang und Ende des Stickfadens werden auf der Rückseite ohne Knoten gut in den Stickstichen vernäht.
Hilfsmittel:
Stumpfe Sticknadeln gleiten leicht zwischen den Gewebefäden hindurch und erleichtern so das Sticken auf zählbarem Gewebe und auf Stramin. Für andere Stoffe werden spitze Nadeln benötigt.
Wenn der Grundstoff in einem Stickrahmen straff gespannt wird, ist es einfacher, gleichmäßig zu sticken. Eine spitze Schere wird benötigt, wenn zum Stickmotiv Löcher gehören, die erst umstickt und anschließend exakt aus dem Stoff auszuschneiden sind.
Sticharten:
Zum Sticken von Linien und geschwungenen Konturzeichnungen eignet sich der Stielstich sehr gut. Ebenfalls können mit dieser Stichart gut Konturen betont und gestickte Farbflächen umrandet werden, die zum Beispiel mit der Plattstichtechnik gestickt wurden.
Eine weitere Möglichkeit, Linien und Konturen zu betonen, bietet der Kettstich. Vor allem orientalischen Motiven verleiht der Kettstich ihren besonderen Charakter.
Der Spannstich kommt bei mehreren Sticktechniken vor. So werden bei der Plattstichtechnik die Flächen mit Spannstichen gestickt, die entweder gerade oder schräg die Muster ausfüllen. Breitere Flächen werden mit kürzeren ineinandergreifenden Stichen bedeckt.
Eine sehr reizvolle Möglichkeit, auf durchscheinenden Stoffen Flächen auszusticken und gleichzeitig deren Konturen zu betonen, ist der Schattenstich. Die Flächen werden dabei mit dem Kreuznahtstich auf der Stoffrückseite ausgestickt, so dass auf der Vorderseite die gegenüberliegenden Steppstiche die Konturen markieren, die Fadenverkreuzung auf der Rückseite scheint durch, als zarte Flächenfüllung.
Auch die Hardanger-Stickerei verwendet den Spannstich. Zusätzlich wird der Schlingstich, auch Langettenstich, zum Einfassen von Kanten verwendet.
Die verschiedenen Hohlsaumsticharten sind typisch für Myreschka, einer russischen Durchbruch-Stickerei. Je nach Stoffart kann bei Myreschka mit den ausgezogenen Stoff-Fäden oder mit Perlgarn in passender Stärke gestickt werden.
Handarbeitshefte haben oft eine kleine Stickschule in die Beschreibungen integriert, in der verschiedene Sticktechniken mit Zeichnungen gut verständlich erklärt werden.
Technik:
Der klassische Kreuzstich ist eine fadengebundene Sticktechnik. Wenn direkt auf auszählbaren Stoff gestickt wird, sollen die Fäden des Stoffes den gleichen Abstand voneinander haben, in der waagerechten und in der senkrechten Richtung. Weichen diese Abstände in Höhe und Breite ab, werden die gestickten Kreuzchen entweder schmal oder breit.
Es können auch nicht auszählbare Stoffe bestickt werden, zum Beispiel Frottee und sehr feine Gewebe. Dazu wird Stramin, beispielsweise Magic Canvas von Zweigart, aufgeheftet. Nach dem Aufsticken des Motivs mit Hilfe der Fadenstruktur des Stramins werden die Straminfäden einzeln aus der Stickerei herausgezogen.
Die Kreuzstiche sollen das Gewebe voll überdecken. Dies gelingt gut mit Sticktwist, der sich teilen lässt, so dass mit der zur Stichgröße passenden Fadenstärke gearbeitet werden kann. Alle Kreuzchen müssen die gleiche Richtung haben. Der Unterstich verläuft immer von links unten nach rechts oben, der Oberstich von rechts unten nach links oben.
Kreuzstiche werden reihenweise gearbeitet, indem zuerst die Unterstiche von links nach rechts, anschließend die Oberstiche von rechts nach links zurück gestickt werden. Senkrechte Reihen werden von unten nach oben und wieder zurück gearbeitet, bei diagonalen Reihen wird jedes Kreuzchen einzeln gestickt.
Stickvorlage:
Wenn das Stickmotiv passend zur Fadenstruktur vorgedruckt ist, kann es einfach nachgestickt werden. Bei mehrfarbigen Vordrucken fällt auch das farbige Nachsticken leicht. Motive, die nicht auf dem Stoff vorgedruckt sind, werden durch Abzählen von einer Abbildung des Motivs nachgestickt.
Tipps zum Waschen und Bügeln:
Baumwoll- und Leinenstoffe sind meistens mit bis zu 60°C waschbar. Waschen Sie gestickte Teile schonend mit Feinwaschmittel, verzichten Sie auf den Schleudergang, dämpfen Sie die liegend getrockneten Teile auf einer weichen Unterlage vorsichtig.
Herkunft:
Hardanger ist eine traditionelle Durchbruch-Sticktechnik aus Skandinavien. Ursprünglich wurden mit ihr vor allem Bett- und Tischwäsche, sowie Blusen uns Schürzen verfeinert. Heute entwickeln passionierte Hardanger-Fans immer neue Muster für Kissen, Deckchen, Tischdecken, Läufer, Sets, Fensterbilder, Gardinen, ja sogar Christbaumschmuck, Osterdekorationen, Schleifen und Bänder werden mit kleinen und größeren Hardanger-Motiven bestickt.
Hardanger-Stoff:
Für Hardanger-Stickerei sind Stoffe geeignet, die in Katte und Schuss die gleiche Anzahl Gewebefäden pro cm haben. Wichtig ist eine klare Gewebestruktur. Je feinfädiger der Stoff ist, umso feiner wird die Stickerei. Hardanger-Modelle können leicht an gewünschte Größen angepasst werden. Dazu wählen Sie entweder einen Stoff mit passender Fadenzahl oder Sie sticken den Mustersatz mehr oder weniger häufig.
Stickgarn:
Meistens werden Hardanger-Muster mit Perlgarn oder Sticktwist gestickt. Ton-in-Ton mit der Stoff-Farbe gestickt wirken Tischdecken besonders edel, mehrfarbige Modelle wirken frisch und setzen Akzente.
Stege, Spinnen, Kreuze, Blüten:
Sind Plattstiche die Grundlage der Hardangerstickerei, so bilden sie doch nur die Umrahmung der Durchbruchfelder, die dann durch Ausschneiden von Gewebefäden entstehen. Das anschließende Umsticken der stehen gebliebenen Fäden, häufig ergänzt mit rafinierten Füll-Stickereien als Spinne, Malteserkreuz, Blüte, Rose, ist die Kür der Hardanger-Arbeit.